Neben der Kenntnis über den Nährstoffentzug der Pflanzen kommt der Ermittlung des Nährstoffvorrates des Bodens oder des Substrates eine besondere Bedeutung zu. Nach jahrelanger Bewirtschaftung sind die guten und schlechten Eigenschaften eines Bodens bekannt. Dennoch kann es zu missglückten Kulturen und ausfallenden Ernteerträgen kommen. Um den Missstand zu beheben, müssen die Ursachen erkannt werden, was ein ermitteln des aktuellen Nährstoffvorrates nötig macht. Als Untersuchungsmethoden haben sich chemische Verfahren durchgesetzt, da sie einfach und damit rasch und kostengünstig durchzuführen sind.
Jeder Gärtner und jede Gärtnerin sollte dazu kommen, regelmäßig Bodenanalysen durchführen zu lassen, da nur so die Kontrolle des Ernährungszustandes zu gewährleisten ist. Ständiges Beobachten der Kultur ist zwar notwendig, nützt aber der Pflanzenernährung wenig, da vor dem Sichtbarwerden von Ernährungsstörungen die Pflanze eine Phase latenten Mangels oder Überschusses durchlaufen hat und insgesamt in ihrer Entwicklung zurückgeblieben ist.
Unser Angebot für gärtnerische Erden
- Basisanalyse (pH-Wert, EC-Wert, Salzgehalt, Volumengewicht, Stickstoff, Phosphor, Kalium)
- Erweiterte Basisanalyse (Basisanalyse + Magnesium, Calcium, Chlorid, Eisen)
- Einzelbestimmung Magnesium / Chlorid / Calcium / Eisen
- Bestimmung Organische Substanz / Humus
- Bewertung / Düngeempfehlung (pro Sorte / Kultur)
Testmethode
Die Nährstoffbestimmung erfolgt nach der Methode von Göhler / Drews (NO3-N: Chromotropsäuremethode, NH4-N: Nessler-Reaktion, P: Vanadatmolybdatmethode, K: Flammphotometer). Die Angabe der Nährstoffgehalte erfolgt in mg / Liter Erde. Die Kalium-, Phosphor-, Stickstoff- und Magnesiumwerte werden in Reinform ermittelt (nicht in Oxidform). Umhüllte Dünger werden, sofern nicht anders vereinbart, standardmäßig vor der Untersuchung aus der Probe ausgelesen (+ 10,00 € / Probe).
Alle Nährstoffanalysen unseres Angebots für Boden- / Substratproben können auch in Wasserproben oder Nährlösungen durchgeführt werden.
Probenahme
Proben (je ca. 500 ml im beschrifteten Plastikbeutel) können jederzeit per Post an
Elsner pac Vertriebsgesellschaft mbH
Biotec
Am Fiebig 14
01561 Thiendorf
gesendet oder direkt abgegeben werden. Bitte achten sie darauf die Proben dunkel, trocken und kühl (4-10°C) zu lagern und zu versenden, da sonst Stickstoffverzerrungen möglich sind. Bitte legen Sie jeder Sendung den ausgefüllten Probenbegleitschein (.pdf / .doc) bei. Kontaktieren Sie uns gern bei weiteren Fragen, um Ihre Sendung anzukündigen und unsere aktuelle Preisliste zu erhalten.
Unsere Empfehlungen zur Probenahme
Topfpflanzen
Die zu beprobenden Töpfe einer Kultur austopfen und aus jedem Topfballen durchgehend von oben nach unten einen schmalen Keil herausschneiden. Bei Mischproben mehrere Einzelproben nehmen und vermengen. Die schlussendliche Probe sollte mindestens 250 ml umfassen, bei umfangereicheren Analysen (über die Basisanalyse hinaus) sollte die Menge mindestens 500 ml umfassen. Wenn möglich, sollten sie Proben von Fehlstellen, Randpflanzen und Tropfstellen vermeiden. Zur Klärung von Schadursachen aufgrund der Nährstoffversorgung bitte Proben von geschädigten und ungeschädigten Pflanzen getrennt entnehmen.
Substrat- und Erdhaufen
5 bis 10 Proben mit der Hand oder einem Bohrstock in unterschiedlicher Tiefe entnehmen und zu einer Sammelprobe vermischen.
Gewachsene Böden im Freiland und im Gewächshaus
5 bis 10 Einstiche mit einem Bohrstock bis in 30 cm Tiefe über die gesamte Fläche einer Kultur verteilt entnehmen, unabhängig von der Flächengröße. Daraus die Mischprobe herstellen. Sind in der zu untersuchenden Fläche Stellen vorhanden, die in ihrer Beschaffenheit von der übrigen Fläche abweichen (z.B. Lehmschicht im Untergrund), sind hierfür gesonderte Proben zu ziehen.